Der Nikolaus kam mit der Feuerwehr

Die Initiative der Kameradinnen und Kameraden der fünf Ortsteilwehren, die Kinder an diesem  Nikolaustag mit Feuerwehrfahrzeugen zu überraschen, stieß im Vorfeld auf überwältigende Resonanz bei den Eltern und ließ am Sonntag den Nachwuchs jubeln – da gab es all die Reaktionen zwischen ängstlichem Verstecken hinter Mama über Skepsis bis zur begeisterten Erstürmung des Nikolaus. Und immer großes Staunen über das riesige Auto mit dem blauen Licht.

Es könnte sogar sein, dass einige Schauenburger Kinder im nächsten Jahr nicht glauben, dass der bärtige Mann da draußen vor der Tür auch der echte Nikolaus ist – denn der ist ja gar nicht mit der  Feuerwehr gekommen! Dann kann das auch nicht der Nikolaus sein!

Aber der Reihe nach: Fast 550 Anmeldungen für den Besuch des Nikolaus gab es in Breitenbach (fast 90), Elgershausen (etwa 220), Hoof (etwa 150) und Martinhagen (fast 90).  Elmshagen arbeitete ohne Anmeldungen, zählte aber am Abend 50 verteilte Geschenke-Tüten. Wie viel Zeit die ehrenamtlichen Akteure in allen Ortsteilen vorher in Planung und Organisation investiert gaben, lässt sich schwer abschätzen, denn auch die geltenden Abstands- und Hygieneregeln mussten zusätzlich bedacht und beachtet werden. Dafür war am Nikolaustag die Freude auf allen Seiten groß – bei den Nikoläusen und ihren Helfern sowie bei den Kindern und ihren Eltern. Hier die Informationen und Eindrücke - direkt von den Kinder- bzw. Jugendwarten der Ortsteilwehren:

In Breitenbach beteiligten sich elf Helfer und Aktive an der Aktion. In zwei Gruppen – jeweils ein Nikolaus in Begleitung eines Christkindes bzw. Engels und mit Musik - tourten sie mehrere Stunden durch den Ort. Zwei Helfer halfen vorher im Hintergrund, die Strecken zu planen und die Geschenktüten zu packen. Ob erste Skepsis oder gleich große Freude – oft übertraf die Begeisterung bei Klein und Groß die Erwartungen der Feuerwehrfrauen und - männer. Gesponsert wurde alles vom Feuerwehrverein Breitenbach. Aus der großen Gesamtkasse der  Feuerwehr Schauenburg  gab es zusätzlich einen Zuschuss für jedes Kind, welches Mitglied in der Jugend- oder Kinderfeuerwehr ist.

In Elgershausen fuhren und/ oder liefen je ein Nikolaus mit zwei Helfern mit zwei großen Fahrzeugen etwa vier Stunden durch den Ort. Vorher wurde von vielen Helfern an zwei Nachmittagen eingekauft und gepackt, Planung und Organisation „ liefen so nebenbei“. Unter den besuchten Kindern waren allein 31 Mitglieder der Elgershäuser Kinder- und Jugendfeuerwehr. Für zufällige Besucher an den Autos hatte man auch noch ein paar Kleinigkeiten dabei. Schokolade und Süßigkeiten, die Geschenke wurden vollständig von Edeka Schäfer in Elgershausen gesponsort. Für die Kinderfeuerwehr gab es außerdem Masken, für die Jugendfeuerwehr Schlauchtücher, beides von der Kreisjugendfeuerwehr gespendet. Turnbeutel finanzierte die Jugendfeuerwehr Elgershausen. Das Fazit: Eine tolle Aktion, viele strahlende Kinder, viel Freude auch bei den Erwachsenen, viel Dankbarkeit für unseren Besuch und eine besondere Erinnerung an das von Corona geprägte Jahr.  Die Aufregung war bei Kindern und Erwachsenen sehr groß, denn niemand wusste genau, wann der Nikolaus kommt und was er mitbringt. Viele Kinder hat man bei der  Ankunft des Nikolauses schon sehr aufgeregt im Haus laufen gesehen. Einige waren noch sehr schüchtern, als der große Mann mit Bart und rotem Anzug vor der Tür stand – aber das Feuerwehrauto lockte dennoch vor die Tür. Die Kids haben sich dann riesig gefreut und die die Kinder- und Jugendfeuerwehr konnten das erste Mal einen Blick auf das neue Löschfahrzeug werfen - die Neugier war riesengroß. Und auch der Nikolaus und seine Helfer bekamen viele kleine Geschenke im Tausch an der Tür - selbstgemalte Bilder, Schokolade oder Spenden.


In Elmshagen war der Nikolauslauf ein wunderschöner Abend mit insgesamt vier Feuerwehrangehörigen, einem  Fahrer für das Auto,  und zwei  Helfern, die fotografierten bzw. dem Nikolaus die einen Geschenke  aus dem Auto reichten. Alle Häuser, in denen Kinder wohnen, wurden aufgesucht und  jedes Kind hat etwas bekommen, auch wenn es nicht zuhause war. Dann wurde die Geschenktüte mit einem netten Spruch auf einem Zettel vor die Tür gestellt. Der Nikolaus war ganze zwei  Stunden auf den Beinen,  um die Kinder glücklich zu machen.
Das Ganze wurde hier ohne Sponsoren unternommen, denn das Geld wurde erst einmal   aus der Getränkekasse entnommen. Und ja - es war ein wunderschöner Nachmittag. Die Kinder haben dem Nikolaus verschiedene Sprüche und Gedichte aufgesagt und die Augen der Kinder haben jedes Mal gestrahlt - auch wenn die Kinder manchmal erahnt haben,  wer hinter dem Kostüm steckt.

In Hoof waren zwei Nikolaus-Männer mit je drei Begleitern etwa vier Stunden lang unterwegs, um 130 Kinder zu besuchen. Die Nikolausaktion mit den beiden großen Fahrzeugen wurde sehr gut angenommen, alle Kinder freuten sich riesig über den Besuch  und redeten laut einigen Eltern den ganzen Abend von nichts anderem als dem Nikolaus mit dem großen Feuerwehrauto. Ebenso wurde auch der Wunsch einiger Eltern gehört, diese Aktion doch zu wiederholen und so eine schöne Tradition zu beginnen. Bei der Beschaffung der Gaben unterstützten Rewe Latta oHG Schauenburg Hoof   (Schoko-Nikoläuse, Orangen), WHS Textildruck (bedruckte Turnbeutel und Bastelbogen mit dem Bild vom GWL-2). Das Packen der Tütchen hat 4 Stunden gebraucht


Auch in Martinhagen waren zwei Nikoläuse mit ihren Helfern unterwegs. Etwa ein Dutzend Kameradinnen und Kameraden beteiligten sich an der Vorbereitung der rund zweistündigen Geschenke-Tour durch den Ort. Für die finanzielle Unterstützung wird gedankt: Graf Gabelstapler, edeka Dernbach Martinhagen, Kreuders Hofladen, Fleischerei Alfred Kaiser, Sandsteinbruchbetrieb Löber, Bott Eier, Schreinerei Günter Reinhardt, Feuerwehrverein Martinhagen und Anita Koch (Süßigkeitenspende). Das Fazit: Strahlende Kinderaugen sagen mehr als 1000 Worte.