Corona-Testzentren im Landkreis Kassel

 

Siebert zum AstraZeneca-Chaos: „Impftermine können bestehen bleiben – Ersatzimpfstoffe vorhanden“

Calden/Landkreis Kassel/ 31.03.2021. "Alle über die zentrale Impfterminvergabe des Landes Hessen sowie für die Beschäftigten in Grund- und Förderschulen und Kindertagesstätten vereinbarten Impftermine in unserem Impfzentrum in Calden bleiben bestehen", informiert Vizelandrat Andreas Siebert über die aktuelle Situation nach der Einschränkung der Nutzbarkeit des Impfstoffes AstraZeneca. Es sei gelungen, für die vereinbarten Termine Impfstoff der Unternehmen BionTech/Pfizer und Moderna einsetzen zu können. Siebert: "Ich bin sehr froh, dass wir es geschafft haben, die Termine durch den Einsatz anderer Impfstoffe zu halten – wir wollen alle, dass nach den Osterferien die Beschäftigten in Grund- und Förderschulen und Kindertagesstätten zumindest mit einer Erstimpfung geschützt sind". Außerdem sei auch jede Impfung für die anderen Berechtigten aus den Prioritätsgruppen 1 und 2 "wichtig und notwendig um unsere Ziele bei den Impfquoten zu erreichen".

Die für die heutigen Sonderimpftermine für die Beschäftigten in Grund- und Förderschulen sowie Kindertagesstätten bereits vorbereiteten knapp 250 Impfdosen mit dem Impfstoff AstraZeneca wurden an Praxen von niedergelassenen Ärzten im Landkreis verteilt, die diese Impfdosen heute noch an geeignete Patienten ab 60 Jahren verimpfen werden. "Daran sieht man, dass wir gut und flexibel mit den Hausarzt-Praxen zusammenarbeiten", betont der Vizelandrat. Weitere freie Impfdosen von AstraZeneca gäbe es nicht: "Es bleibt also dabei, dass es keinen Sinn macht nach Calden zu fahren, um auf übriggebliebene Impfdosen zu hoffen".

Siebert hofft, dass "baldmöglichst die Fragen rund um den Impfstoff AstraZeneca geklärt werden". Grundsätzlich zeige das Hin und Her zur Einsetzbarkeit dieses Impfstoffes, dass "man den Impfzentren und den Landkreisen mehr Flexibilität im gesamten Impfprozess einräumen muss", so Siebert weiter. Auch bei anderen Impfstoffen und auch denen, die noch gar nicht im Einsatz sind, könne es dazu kommen, dass es Einschränkungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen gibt und "dann müssen wir vor Ort – Impfzentrum und Hausärzte – mit Blick auf das Ziel möglichst viele Impfwillige auch zu impfen, flexibler handeln können". Was nütze es, Impfstoffe für bestimmte Personengruppen verfügbar zu haben, die aber nach der Impfverordnung noch nicht vorgesehen seien.

Die aktuell steigende Inzidenz und die Zahl der steigenden Neuinfizierungen zeige, dass die dritte Welle im Landkreis Kassel angekommen ist. "Auch bei uns sind mittlerweile fast alle Neuinfektionen Infektionen mit der britischen Mutation und deren Ansteckungspotenzial ist um ein Vielfaches höher, als bei der herkömmlichen COVID-19-Variante", informiert Gesundheitsdezernent Siebert. Schon ein positiver Fall in einer Familie führe dazu, dass die gesamte Familie erkrankt. Gleiches gelte für Einzelfälle in Schulen und Kindertagesstätten. Siebert: "Das Gesundheitsamt Region hat es bisher noch geschafft, dass wir die einzelnen Ausbrüche eindämmen konnten – ob wir das weiter sicherstellen können, ist allerdings nicht dauerhaft gesichert". Die aktuellen Zahlen ließen sich auf solche Fälle zurückführen.  "Deshalb ist es weiter sehr wichtig, die Kontaktbeschränkungen dringend einzuhalten und sich an die Quarantänevorgaben des Gesundheitsamts Region Kassel zu halten", so Siebert weiter. Vor diesem Hintergrund setze er "vollstes Vertrauen, dass die Stadt Baunatal mit ihrer Funktion als Modellkommune verantwortungsvoll und im Sinne des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung umgeht", erklärt der Vizelandrat abschließend.

 

Vizelandrat Andreas Siebert: „Landkreis schafft Voraussetzungen für mögliche Lockerungen im Rahmen des sogenannten Tübinger Modells“

Landkreis Kassel/ 26.03.2021. Die Testzentren im Landkreis Kassel sind über Ostern geöffnet, informiert Vizelandrat Andreas Siebert. Wer möchte, kann sich also auch an Feiertagen Karfreitag sowie Ostersonntag und –montag von geschultem Personal testen lassen. Das Angebot ist kostenlos. Eine vorherige Terminbuchung ist nicht erforderlich. Lediglich der Personalausweis zur Identitätsfeststellung ist mitzubringen. Mit Ausnahme der Standorte Calden und Baunatal, können in den Testzentren auch Kinder und Jugendliche getestet werden.

"Ich freue mich, dass es uns gelungen ist innerhalb kurzer Zeit ein flächendeckendes und damit wohnortnahes Angebot von Corona-Testzentren für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Kassel aufzubauen", so Siebert. Jeder Getestete erhält im Anschluss einen schriftlichen Nachweis über das Testergebnis. "Damit hat der Landkreis übrigens auch die Voraussetzungen für mögliche Lockerungen im Rahmen des sogenannten Tübinger Modells geschaffen", betont der Vizelandrat.

Für die Feiertage gilt: "Gerade bei Besuchen bei Verwandten oder Freunden über Ostern ist es sehr sinnvoll, sich kurz zuvor testen zu lassen. Das reduziert die Gefahr einer möglichen Infektion von Kontaktpersonen", so Siebert, der gleichzeitig an die Bevölkerung appelliert: "Ein negativer Antigenschnelltest ist kein Freibrief. Die Vorgaben der Landesregierung zur Kontaktbeschränkung sind unbedingt zu beachten."

Insgesamt gibt es 17 Anlaufstellen für Testwillige im Landkreis, in denen seit Mitte März rund 5.000 Antigenschnelltests durchgeführt wurden. Neben den zehn der Testzentren, die der Landkreis Kassel in Kooperation mit Deutschem Roten Kreuz (DRK), dem Arbeiter Samariterbund (ASB) und der Johanniter Unfallhilfe betreibt, bieten auch Apotheken Schnelltests an. "Wir rechnen damit, dass noch weitere private Anbieter in den kommenden Wochen hinzukommen", erklärt Siebert.

 

„Check-In-Apps sind gute Unterstützung bei der Pandemiebekämpfung“

Region Kassel/ 26.03.2021. "Check-In-Apps wie Luca oder e-guest sind eine sehr gute Möglichkeit die Nachverfolgung von Kontaktpersonen zu verbessern", sieht Vizelandrat Andreas Siebert in den auf dem Markt verfügbaren Apps und Portalen viele Vorteile. Der Landkreis begrüße daher die grundsätzliche Offenheit des von der Stadt Kassel geführten Gesundheitsamts Region Kassel diese digitalen Kontaktpersonen-Nachverfolgungs-Apps zu nutzen. "Ich wünsche mir, dass wir in unserer Region alle seriösen am Markt vorhandenen Angebote zur Nutzung zulassen – mit einer großen Bandbreite erreichen wir auch die größte Akzeptanz", so Siebert weiter.

Auch wenn zurzeit noch viele Bereiche von Betriebseinschränkungen betroffen sind, sollten die nächsten Tage genutzt werden, schnell die notwendigen Voraussetzungen im Gesundheitsamt zu schaffen. Siebert: "Die Stadt Kassel hat angekündigt, dass die notwendigen technischen Vorkehrungen in Kürze abgeschlossen sein sollen und ich setze darauf, dass die Stadt dieses Versprechen auch einlöst". Der Landkreis werde dann sofort auf seiner Internetseite über die nutzbaren Apps und Portale und den weiteren Ablauf informieren.

Hintergrund: Das Gesundheitsamt Region Kassel ist für Stadt und Landkreis Kassel zuständig und gehört organisatorisch und inhaltlich zur Stadtverwaltung. Entscheidungen wie zum Beispiel die Nutzung von digitalen Kontakt-Nachverfolgungsmöglichkeiten trifft daher der Magistrat der Stadt Kassel.