Land schafft Möglichkeiten für Impfungen für Ärzte und medizinisches Personal

Calden/Landkreis Kassel/ 23.02.2021. "Das Land Hessen hat uns aufgefordert an den nächsten beiden Wochenenden sogenannte Praxistage anzubieten, an denen Ärzte und medizinisches Personal in unserem Impfzentrum in Calden mit dem Impfstoff AstraZeneca geimpft werden können", informiert Vizelandrat Andreas Siebert. In Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung, der Landesärztekammer und der Landeszahnärztekammer wird damit zunächst allen Ärztinnen und Ärzten sowie medizinischem Personal ein Impftermin entweder am 26./27. Februar oder am 6./7. März angeboten.

Siebert: "Die Terminkoordination erfolgt in diesem Fall durch unser Impfzentrum – wir haben die entsprechenden Adressen erhalten und nehmen Kontakt mit den Praxen auf". Die Impfungen finden an den beiden Wochenenden zusätzlich statt – bestehende Impftermine an den vier Tagen werden dadurch nicht beeinflusst. An den beiden Wochenenden können sich alle impfen lassen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko mit dem Coronavirus tätig sind. Nach Auskunft des Landes gilt dies besonders für Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste und in den Corona-Testzentren.

"Wir werden mit allen Betroffenen Kontakt zur Terminvereinbarung aufnehmen – bitte daher nicht einfach ohne Termin zum Impfzentrum nach Calden kommen", klärt der Vizelandrat auf. Nur mit einem vorher vereinbarten Termin ist auch eine Impfung möglich. Das Land Hessen habe diese Ausnahmemöglichkeit, auch Personen aus der zweiten Priorisierungsgruppe der Ständigen Impfkommission zu impfen, nur für Ärzte und medizinisches Personal zugelassen – eine darüberhinausgehende Abweichung von den Priorisierungen ist nicht möglich.

Mehr Impfdosen vom Land – Impfzentrum ist vorbereitet

Calden/Landkreis Kassel/ 18.02.2021. "Wir sind darauf vorbereitet die vom Land angekündigten zusätzlichen Impfdosen im unserem Impfzentrum in Calden zu verimpfen", kündigt Vizelandrat Andreas Siebert an. Die Kapazität des Impfzentrums werde ab dem 24. Februar auf bis zu 300 Impfungen pro Tag erhöht – zusätzlich zu den bisherigen 90 Impfungen täglich können damit pro Tag 210 weitere Impftermine vergeben werden. Siebert: "Diese Kapazität können wir nach den zugesagten Impflieferungen des Landes bis zum 14. März aufrecht erhalten". Für die weitere Planung danach müsste abgewartet werden, wie viel Impfstoff dann zur Verfügung steht. Da ab dem 9. März die ersten Zweitimpfungen im Impfzentrum stattfinden, wird die Kapazität vom 9. März bis 14. März auf dann 390 Impfungen in Calden angepasst.

Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose hatten angekündigt, dass rund 75.000 zusätzliche Impfdosen zur Verfügung gestellt werden. Diejenigen Impfberechtigten der höchsten Priorisierungsgruppe, die einen Termin nach dem 22. März 2021 erhalten hatten, haben ab dem 20. Februar 2021 die Möglichkeit ihren Impftermin vorzuziehen.  "Wir sind sehr froh, dass sich das Land für diesen Ablauf entschieden hat, da dies auch nach unserer Auffassung die praktikabelste Lösung ist", betont der Vizelandrat.

Für die Umbuchung über die telefonische Hotline oder das Onlineportal das Landes benötigen die Impfberechtigten die individuellen Angaben, die sie per E-Mail oder per Brief (bei Buchung über die Hotline) erhalten haben. Das Land hat angekündigt, dass alle registrierten Impfwilligen über dieses Verfahren per Brief oder E-Mail persönlich informiert werden. Wer einen Paartermin gebucht hat, kann auch bei einer Terminumbuchung wieder einen neuen Termin für zwei Personen erhalten.

Siebert weist mit Blick auf die Abläufe im Impfzentrum darauf hin, dass sich aktuell nur Personen der höchsten Priorisierungsgruppe für einen Termin anmelden können. "Wer bei der Terminvergabe angegeben hat, dass er dieser Gruppe angehört und bei dem dies aber nicht der Fall ist, wird im Impfzentrum feststellen, dass er nicht geimpft werden kann", informiert Siebert. Eine solche Nichtzulassung zur Impfung wegen fehlender Impfberechtigung bedeute für alle Beteiligten unnötigen Aufwand: "Der Impfwillige ist umsonst nach Calden gefahren und unsere Mitarbeiter müssen sich mit Diskussionen über Vorgaben beschäftigen, die wir auch nicht ändern können", so der Vizelandrat abschließend.