02. Dezember 2025
Landkreis Kassel legt neuen Schulentwicklungsplan vor
Mit dem neuen Schulentwicklungsplan (SEP) sollen stabile und moderne Lernbedingungen für alle Schulformen, von der Grundschule bis zum Abitur, sichergestellt werden.
Landkreis Kassel/ 26.11.2025. Der Landkreis Kassel stellt die Weichen für die Bildungszukunft: Mit dem neuen Schulentwicklungsplan (SEP) werden stabile und moderne Lernbedingungen für alle Schulformen, von der Grundschule bis zum Abitur, sichergestellt. Die Kreisverwaltung legt damit einen Entwurf für die Planung der kommenden Jahre vor.
Die Fortschreibung erfolgt in zwei Schritten: 2025 für die allgemeinbildenden Schulen und Förderschulen, 2026 für die beruflichen Schulen.
"Bei der Bedarfsermittlung berücksichtigen wir aktuelle Geburtenzahlen, schulinterne Erhebungen sowie geplante Wohnbauprojekte", erläutert Fachdienstleiterin Michaela Mayer.
Ergänzend kommt ein Prognoseverfahren zum Einsatz, das Übergangsquoten von Grund- zu weiterführenden Schulen einbezieht. "Auch der Elternwille spielt in unserer Planung eine wichtige Rolle", ergänzt Uwe Koch, Fachbereichsleiter Schulen, Sport und Mobilität.
Ziel ist es, Schulstandorte langfristig zu sichern, pädagogische Konzepte weiterzuentwickeln und die räumlichen Rahmenbedingungen moderner Bildung gerecht zu gestalten.
Grundschulen: Stabilität und ganztägige Angebote
Gesamtschulen: Starke Nachfrage sichert Zukunft
Seit dem Tiefstand im Jahr 2019 mit 9.814 Schülerinnen und Schülern verzeichnen die Gesamtschulen im Landkreis Kassel einen kontinuierlichen Anstieg der Schülerzahlen. Insbesondere die Standorte Bad Emstal und Zierenberg profitieren von einem deutlichen Zuwachs und überwinden frühere Stabilitätsprobleme. "Der Aufwärtstrend ist ein deutlicher Beleg für die Attraktivität der Gesamtschulen und garantiert deren langfristige Zukunft", erklärt Michaela Mayer. Diese Entwicklung stärkt die Bildungsvielfalt im Landkreis und verbessert die wohnortnahe Versorgung für Familien.
Gymnasien: Kapazitäten bleiben gesichert
Auch an den Gymnasien und gymnasialen Oberstufen im Landkreis Kassel bleiben die Schülerzahlen stabil. Kleine Schwankungen ändern nichts an der insgesamt guten Auslastung –ein Beispiel ist das Lichtenberg-Gymnasium mit konstant hohen Anmeldezahlen. Die gymnasialen Bildungsgänge an den Gesamtschulen verfügen ebenfalls über ausreichende Kapazitäten. Dank der engen Abstimmung und dem Lenkungsverfahren des Staatlichen Schulamtes konnten alle Anmeldungen berücksichtigt werden. "Unser Anspruch ist es, jedem Schüler und jeder Schülerin einen passenden gymnasialen Platz wohnortnah und entsprechend der individuellen Bedürfnisse zu ermöglichen", erklärt Uwe Koch.
Förderschulen: Inklusion und wohnortnahe Angebote
Um allen Kindern gerecht zu werden und ihnen eine möglichst wohnortnahe Förderung zu ermöglichen, prüft der Landkreis die Einrichtung zusätzlicher Kooperationsklassen – auch an Grundschulen im Osten und Süden des Kreisgebiets. Ziel ist es, die individuelle Förderung auszubauen und die Teilhabe von Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf zu stärken. "Wir möchten, dass jedes Kind die bestmögliche Unterstützung erhält", sagt Silke Engler.
So geht es weiter
Nachdem das Anhörungs- und Beteiligungsverfahren im August/September abgeschlossen wurde und die Beratungen in Schulkommission und Kreisausschuss des Landkreises erfolgt sind, soll der Schulentwicklungsplan dem Kreistag des Landkreises Kassel in der Sitzung am Donnerstag, 18. Dezember, 13 Uhr, in der Baunataler Stadthalle zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
