04. Mai 2026
Update zum IT-Sicherheitsvorfall bei den Eigenbetrieben

Abfallentsorgung Kreis Kassel und Jugend- und Freizeiteinrichtungen (Kreisverwaltung nicht betroffen); Veröffentlichung von Daten bestätigt, Vorfall befindet sich in Analyse
Landkreis Kassel. Im Zusammenhang mit dem im Februar 2026 bekannt gewordenen Cyberangriff auf die IT-Infrastruktur der Eigenbetriebe Abfallentsorgung Kreis Kassel sowie der Jugend- und Freizeiteinrichtungen (Landkreisverwaltung ist nicht betroffen) gibt es neue Erkenntnisse:
Nach aktuellem Stand sind Daten auf einer Plattform im sogenannten "Darknet” veröffentlicht worden. Die Veröffentlichung erfolgte am Sonntag, 19. April 2026, und ist den zuständigen Strafverfolgungsbehörden bekannt.
Die Eigenbetriebe nehmen diese Entwicklung sehr ernst. Derzeit läuft eine umfassende Analyse, um festzustellen, in welchem Umfang personenbezogene Daten betroffen sind. Sobald belastbare Erkenntnisse vorliegen und die Sachlage abschließend bewertet werden kann, werden die Betroffenen von den Eigenbetrieben weiterführend informiert.
Die Betriebsleitung arbeitet hierzu eng mit dem externen Datenschutzbeauftragten zusammen und hält die zuständige Aufsichtsbehörde, den Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, informiert. Zudem wird die unbefugte Veröffentlichung der Daten strafrechtlich verfolgt.
"Wir bedauern die aktuelle Entwicklung außerordentlich und setzen alles daran, die Auswirkungen für mögliche Betroffene so gering wie möglich zu halten", erklärte die Betriebsleitung. "Transparenz und eine zügige Aufklärung haben für uns höchste Priorität."
Unabhängig davon werden die bestehenden IT-Sicherheitsmaßnahmen weiterhin intensiv überprüft und weiterentwickelt.
Für Rückfragen stehen die Eigenbetriebe Abfallentsorgung Kreis Kassel und Jugend- und Freizeiteinrichtungen unter der E-Mail-Adresse schrhtsvrfllkrskssld zur Verfügung. Bis zum Abschluss der Analyse der Daten können jedoch keine Auskünfte darüber erteilt werden, ob und inwiefern einzelne Personen betroffen sind.
Die Meldung vom 19.02.2026:
Cyberangriff auf Abfallentsorgung und Jugend- und Freizeiteinrichtungen
Systeme nach schnellen Maßnahmen weitgehend wiederhergestellt/ Online-Service der Eigenbetriebe des Landkreises Kassel nur geringfügig beeinträchtigt
Landkreis Kassel. Die Eigenbetriebe Abfallentsorgung Kreis Kassel (AKK) und Jugend- und Freizeitenrichtungen Kreis Kassel (JUFKK) sind vor wenigen Tagen Ziel eines kriminellen Cyberangriffs geworden.
Unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls wurde das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) informiert und Strafanzeige erstattet. Zudem wurde eine enge Kooperation mit dem Hessischen Datenschutzbeauftragten aufgenommen. Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise darauf, dass personenbezogene Daten von Einzelpersonen von dem Angriff betroffen sind.
"Wir bedauern diesen Vorfall außerordentlich", teilt Betriebsleiter Uwe Pietsch mit und ergänzt: "Wir befinden uns, auch in enger Abstimmung mit den Behörden, in der analytischen Aufarbeitung, wie es trotz unserer umfassenden Sicherheitsvorkehrungen zu diesem Angriff kommen konnte. Hierzu können wir derzeit noch keine abschließende Auskunft geben."
Notfallplan greift: Systeme weitgehend wieder einsatzbereit
Dank funktionsfähiger Datensicherungen und der unmittelbar eingeleiteten Sofortmaßnahmen sind die Online-Systeme der Eigenbetriebe nach Angaben der Betriebsleitung überwiegend wieder einsatzfähig. Nach Rücksprache mit eigens hinzugezogenen externen IT-Experten können diese verlässlich genutzt werden. Aktuelle Einschränkungen gibt es lediglich bei der E-Mail-Kommunikation und der Onlineverfügbarkeit einzelner Kontaktformulare.
Alle weiteren Dienstleistungen der AKK und JUFKK bleiben uneingeschränkt verfügbar. Uwe Pietsch versichert: "Die AKK und JUFKK steht ihren Kunden und Partnern weiterhin zuverlässig und nahezu uneingeschränkt zur Verfügung. Zudem sind alle Mitarbeitenden wie gewohnt telefonisch und persönlich erreichbar."
Offene Kommunikation und weitere Optimierung der IT-Sicherheit
"Eine offene Kommunikation ist uns ein zentrales Anliegen", so Pietsch weiter. "Wir haben sowohl unsere Mitarbeitenden als auch auf unserer Internetseite die Kundinnen und Kunden über den Vorfall und den aktuellen Sachstand in Kenntnis gesetzt."
Die Eigenbetriebe nehmen den Vorfall zum Anlass, sich ungeachtet der bereits hohen Sicherheitsstandards mit Fachleuten abzustimmen. Ziel ist es, zu analysieren, wo und wie weitere Veränderungen und Verbesserungen der IT-Sicherheit vorgenommen werden können und sollten, um zukünftige Angriffe noch besser abzuwehren.
