07. Mai 2025
Waldbrandübung im Rahmen des Katastrophenschutzes am 26. April 2025
Die erste gemeinsame Übung der Katastrophenschutzzüge aus Bad Emstal/ Naumburg, Waldeck und Schauenburg war ein voller Erfolg
Waldeck-Netze. Nach ersten Gesprächen und wochenlanger Planung mit den Führungskräften der Freiwilligen Feuerwehren aus den Kommunen Bad Emstal, Naumburg, Schauenburg und Waldeck samt zuständigem Forstamt und den Führungskräften der beiden Katastrophenschutz-Löschzüge konnte am 26. April 2025 eine größere Waldbrandübung am Netzer Tiergarten durchgeführt werden.
Um 9.34 Uhr alarmierte die Leitstelle Kassel die Einsatzkräfte des Katastrophen-Löschzuges mit dem Einsatzstichwort „FWald2 – Brand in Wald mit Ausbreitungsgefahr“ zu der angekündigten Alarmübung. Die besetzten Fahrzeuge der einzelnen Schauenburger Ortsteile haben sich zur Formation des Löschzuges, welcher einen Löschwasserförderzug abbildet, am Feuerwehrhaus in Breitenbach getroffen. Hier gab es auch durch die Zugführer eine Ansprache an die insgesamt 28 Einsatzkräfte und erste Details zum Übungszenario. Für die Verpflegung wurden am Morgen im Vorfeld der Alarmierung Lunchpakete für die eigenen Kräfte gepackt und schließlich verteilt.
Das Szenario
Die fiktive Lage stellt sich so dar, dass es auf Grund von tagelanger Trockenheit und tagsüber hohen Temperaturen von über 35°C im Stadtgebiet von Waldeck und den benachbarten Gemeinden diverse Wald- und Vegetationsbrände gäbe. Es wurde angenommen, dass gegen 6.30 Uhr durch die Drohnenstaffel der Feuerwehr Waldeck ein weiteres Feuer im Bereich Netzer Tiergarten auf einer Fläche von ca. einem Hektar entdeckt wurde. Da aus dem eigenen Landkreis keine Feuerwehren mehr zur Verfügung stünden, wurde durch die örtliche Einsatzleitung über den Landkreis Waldeck-Frankenberg um 7.00 Uhr ein Löschwasserförderzug und ein Vegetationsbrandzug, welcher durch die Feuerwehren aus den Kommunen Bad Emstal und Naumburg abgebildet wird, bei der Leitstelle Kassel zur Unterstützung angefordert.
Die Aufgabenverteilung
Gegen 10.00 Uhr starteten die Schauenburger Einsatzkräfte in Richtung Sammelplatz in Naumburg um sich dort mit dem weiteren Katastrophenschutzzug zusammenzuschließen. Hier gab es den Einsatzauftrag des Einsatzleitwagen der Feuerwehr Waldeck den Bereitstellungsraum an der Feuerwehr Netze anzufahren.
Dort angekommen erteilte die Einsatzleitung für beide Einheiten ihre Aufträge. So galt es für die Kameraden der Feuerwehren aus Bad Emstal und Naumburg, den ausgewiesenen angenommenen Vegetationsbrand durch Bodenbearbeitung und Anlegen einer Brandschneise zu bekämpfen sowie eine Versorgungsstation aufzubauen und zu betreiben. Des weiteren haben sie einen 10.000-Liter-Wasserbehälter aufgebaut, welcher durch die Schauenburger Kameraden gefüllt werden sollte.
Für die Schauenburger Kameraden ging es nach Selbach. Hier wurde bereits eine Stunde zuvor ein Bach angestaut, welcher unsere Wasserentnahmestelle werden sollte, um die Kameraden im Wald mit Wasser zu versorgen. Die Einsatzleitung gab vor, dass 800 Liter / Minute zur Versorgung weiterer Kräfte bereitzustellen sind. Durch die Besatzung des Führungsfahrzeuges aus Schauenburg wurde, während der verbleibende Zug sich neu aufstellte und die Wasserentnahmestelle in Betrieb nahm, die Strecke von den zu überbrückenden 2.100 Metern mit Steigungen und Gefälle erkundet. Die Löschwasserförderstrecke wurde dabei durch den Gerätewagen-Logistik aus dem Ortsteil Hoof in Schrittgeschwindigkeit verlegt.


Neben einer Tragkraftspritze als Pumpe zur Wasserentnahme aus dem Bach des Ortes wurden zwei weitere Tragkraftspritzen auf der Strecke als Verstärkerpumpen eingesetzt und zudem die beiden Löschfahrzeuge aus den Ortsteilen Breitenbach und Elgershausen ebenfalls als Verstärkerpumpen eingesetzt. Das Löschfahrzug aus Elgershausen war ca. bei der Hälfte der zu überwindenden Strecke positioniert und hatte als Puffer ein 5000- Liter- Faltbehälter mit betrieben. Auf der gesamten Strecke wurden zudem fünf Überquerungsmöglichkeiten der Schlauchleitung mittels Schlauchbrücken und entsprechender Verkehrsabsicherung aufgebaut, um einen Verkehrsfluss für mögliche nachrückende Kräfte und Einheiten zu gewährleisten. Weiterhin wurden zusätzlich zehn Absperrorgane eingebaut, um bei möglichen Beschädigungen eines Schlauches diesen möglichst unkompliziert durch bereitgestellte Reserveschläuche ersetzen zu können.
Das Ergebnis
Ein Fazit
Das war für beide Einheiten die erste gemeinsame Übung und das auch noch im Nachbarlandkreis mit unbekannten Gegebenheiten. Alle Beteiligten konnten direkt nach der Übung ein sehr positives Fazit ziehen und die wenigen kleine Feinheiten, die den Ablauf verbessern sind schon aufgenommen und werden bei zukünftigen Übungen und Einsätzen berücksichtig.
Alles in allem hat diese sehr realistische Übung gezeigt, dass beide Züge ihre Spezifikation als Katastrophenlöschzug gut beherrschen, hervorragend zusammenarbeiten können und für diese Art von Einsätzen gut aufgestellt sind.
Die Zugführung des Katastrophenschutzzuges Schauenburg dankt
Die Zugführung des Katastrophenschutzzuges Schauenburg bedankt sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für die rege Teilnahme an dieser Ausbildungsveranstaltung, dem Kreis der Organisatoren für die gelungene Vorbereitung, den Stadt- und Gemeindebrandinspektoren für die Unterstützung der Einsatzübung und die Wahrnehmung der Übungsbeobachtung, sowie der Feuerwehr Waldeck mit dem Zuständigen Forstamt für die Bereitstellung der Übungsmöglichkeit und Ausarbeitung dieser umfangreichen Einsatzübung.
