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16. März 2026

Kommunen spenden für Erhalt der Suchtberatungsstellen

Tamara Morgenroth (l.) und Andreas Fuchs (r.) vom Diakonischen Werk nahmen den Spendenscheck von Michael Plätzer (v.l.), Dirk Scharrer und Henry Richter sowie Corinna Göbel (Stadt Baunatal) mit großem Dank entgegen (Foto: Stadt Baunatal)

Angebote des Diakonischen Werks werden gut genutzt — Übergabe im Baunataler Rathaus

Im Baunataler Rathaus wurde vergangene Woche ein wichtiges Zeichen für die Unterstützung suchtkranker Menschen in der Region gesetzt.
Die Bürgermeister aus Baunatal, Wolfhagen und Schauenburg übergaben einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von insgesamt 12.000 Euro an Tamara Morgenroth, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Region Kassel, und deren Fachgebietsleiter Andreas Fuchs.
Aus Baunatal kamen 7500 Euro, diese Summe sei auch im Haushalt 2026 wieder eingestellt, berichtete Bürgermeister Henry Richter.
Die Stadt Wolfhagen steuerte 4000 Euro bei, von der Gemeinde Schauenburg kamen weitere 500 Euro dazu. Mit ihrem Zuschuss tragen die Kommunen dazu bei, dass die Beratungsstellen des Diakonischen Werks in Wolfhagen und in Baunatal im Markt 5 ihre Arbeit fortsetzen können.

„Die Unterstützung dieser wichtigen Beratungstätigkeit liegt uns seit Langem am Herzen. Ich freue mich sehr, dass Wolfhagen und Schauenburg heute dabei sind und wir gemeinsam den Zuschuss aus unseren Haushaltsmitteln in dieser Höhe an Sie weiterreichen können“, sagte Bürgermeister Henry Richter, der zuvor seine Amtskollegen Dirk Scharrer und Michael Plätzer herzlich begrüßt hatte.
Auch für viele Menschen aus Schauenburg seien die beiden Beratungsstellen eine unverzichtbare Anlaufstelle, sagte der Bürgermeister aus der Nachbarkommune: „Daher ist es auch uns ein großes Anliegen, unseren Teil beizusteuern“, stellte Michael Plätzer fest.

Die Beratungsstellen leisten nach Einschätzung der drei Kommunen eine großartige Arbeit für Menschen mit Suchterkrankungen und ihre Angehörigen. Die Einrichtungen bieten Beratung, Begleitung und konkrete Hilfen im Alltag. 

„Die Menschen in der Region nehmen unsere Angebote gut an, und wir werden dringend gebraucht“, bestätigte Tamara Morgenroth. Besonders im ländlicheren Raum seien wohnortnahe Anlaufstellen entscheidend, damit Betroffene überhaupt den ersten Schritt zur Hilfe wagen. „Ohne diese Unterstützung schaffen es die wenigsten Menschen, aus ihrer Sucht rauszukommen“, weiß die Geschäftsführerin.

Anerkennung und ein wichtiges Signal
Neben der Abhängigkeit von Medikamenten spiele nach wie vor Alkohol weiterhin die größte Rolle bei den Suchterkrankungen. Ein Problem sei die gesellschaftliche Wahrnehmung gerade beim Thema Alkoholsucht. Diese werde in der Öffentlichkeit oft nicht als Krankheit anerkannt. „Da fehlt die Lobby. Wir sind dankbar, dass uns die Kommunen trotz ihrer schwierigen Finanzlage, die uns sehr bewusst ist, weiterhin unterstützen. Dieser Zuschuss ist zugleich eine Anerkennung unserer Arbeit und ein Signal an die Bürger, dass wir was tun“, betonte Tamara Morgenroth.