06. Juli 2026
Merkblatt Afrikanische Schweinepest
Aufklärungs- und Präventionsarbeit im Landkreis Kassel (Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Fachdienst Tierseuchenbekämpfung) zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)
- 20260630_Merkblatt_ASP_Outdooraktive.pdf189,92 KB
Afrikanische Schweinepest - ASP
Merkblatt des Landes Hessen für Outdoor-Aktive und Freizeitsuchende
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine virusbedingte Tierseuche. Sowohl Hausschweine als auch Wildschweine können sich anstecken. Meist verläuft eine Erkrankung tödlich. Die ASP tritt momentan in Südhessen und in an Hessen angrenzende Gebiete in NRW auf, ca. 60 km vom Landkreis Kassel entfernt.
- Die Tierseuche ist nicht auf den Menschen übertragbar und daher für Menschen ungefährlich.
- Allerdings kann der Mensch das Virus z.B. über kontaminierte Lebensmittel oder Kleidung weitertragen.
Bisher ist der Landkreis Kassel noch nicht von der Seuche betroffen. Damit das so bleibt, wird in Wald und Flur um Beachtung folgender Regeln gebeten:
1. Vorsicht bei Speiseresten
Wurst und Fleisch unbedingt in geschlossenen Mülleimern entsorgen, denn: Knapp daneben... kann tödlich sein! Nicht für Dich, aber für die Schweine in Deiner Region. Infiziertes Fleisch oder Wurst sind zwar für Menschen ungefährlich, aber weggeworfene Speisereste werden von Wildschweinen gefressen und können die Ausbreitung der Seuche bedeuten.
2. Meldung von toten Wildschweinen
Die Früherkennung ist eine der wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor der Ausbreitung einer Seuche. Tote Wildschweine sollten daher so schnell wie möglich auf ASP untersucht werden. Wenn Du also bei deinen Outdooraktivitäten ein totes Wildschwein entdeckst:
- Bitte nichts anfassen!
- Melde diesen Fund bitte umgehend beim Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Kassel unter 0561 1003 3306, der sich um die Sicherung und Beprobung des Wildschweins kümmern wird.
(Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat)
Pressemitteilung vom 28. Juli 2025:
Landkreis Kassel intensiviert Maßnahmen zur Vorbereitung auf möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP)
Neubewertung der Situation nach Ausbruch in Nordrhein-Westfalen im Juni 2025, weitere wichtige Vorbereitungen für den Ernstfall durch das Veterinäramt
Landkreis Kassel/ 28.07.2025. Nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen im Juni 2025 hat der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises Kassel die Situation umfassend neu bewertet und weitere wichtige Vorbereitungen getroffen, um im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können.
"In einer Sitzung der ASP-Sachverständigengruppe haben wir die Gefahrenlage für den Landkreis Kassel analysiert und weitere Maßnahmen definiert", teilt die zuständige Fachdienstleiterin Dr. Christina Werner mit. Dazu wurden auch Verträge mit einer Kadaversuchhundefirma aus Nordhessen sowie mit dem Maschinenring Kassel e.V. abgeschlossen. "Diese Kooperationen gewährleisten eine rasche Einsatzfähigkeit bei der Suche nach verendeten Tieren sowie bei Arbeiten rund um Zaunbau und -wartung", erklärt Dr. Werner.
Ende Juni informierte der Fachbereich Eigenjagdbesitzer bei einer Jahreshauptversammlung zum Thema ASP. Parallel haben erste Schweinehalter im Landkreis Kassel ihre Biosicherheitsmaßnahmenpläne zur Genehmigung eingereicht. Die dazugehörigen Betriebsbesuche zur Bewertung und Beratung sind bereits im Gange.
Das Veterinäramt des Landkreises Kassel betont, dass diese Maßnahmen Teil eines umfassenden Schutzkonzepts sind, um die Erkennung der Afrikanischen Schweinepest frühzeitig zu ermöglichen und die Verbreitung im Ausbruchsfall zu verhindern.

Weitere und aktuelle Informationen zum Thema ASP finden Sie auf landkreiskassel.de

