Veränderungen beim Ortsgericht Hoof (Schauenburg II)

Mit Wirkung vom 24.01.2020 wurde Herr Udo Gante als neuer Ortsgerichtsvorsteher und Herr Willi Krug als stellvertretender Ortsgerichtsvorsteher des Ortsgerichts Hoof im Beisein von Bürgermeister Plätzer vom stellvertretenden Amtsgerichtspräsidenten Kassel, Herr Dr. Gescher, ernannt.

Die Neubesetzung war notwendig, da der bisherige Ortsgerichtsvorsteher Herr Faouzi Hichri sein Amt aus persönlichen Gründen zum Jahresende 2019 niedergelegt hat.

Neben dem neuen Ortsgerichtsvorsteher und dem neuen Stellvertreter gehören auch weiterhin die bisherigen drei Schöffen Christian Abendroth, Gerhard Kirch und Willi Landgrebe. 

Ortsgerichte allgemein

Ortsgerichte geben Bürgern und Gerichten wichtige Hilfestellung und tragen dazu bei, Kosten zu sparen. Sie sind als Hilfsbehörden der Justiz Partner für viele persönliche Angelegenheiten.

In Hessen gibt es für jede Gemeinde mindestens ein Ortsgericht. Jedes Ortsgericht hat mindestens fünf Mitglieder.

Zu den Hauptaufgaben der Ortsgerichte gehören:

  • Beglaubigung von Unterschriften und Abschriften öffentlicher oder privater Urkunden; Die Unterschriftsbeglaubigung kommt insbesondere dann in Betracht, wenn bei einer Behörde oder sonstigen Stelle eine öffentliche beglaubigte Erklärung vorzulegen ist, z.B. Eintragungs-oder Löschungsbewilligungen beim Grundbuchamt, Anmeldungen zum Handels- oder Vereinsregister usw. Bei Beglaubigungen von Abschriften bzw. Fotokopien von Urkunden oder Zeugnissen muss das Original mit vorgelegt werden.
  • Erteilung von Sterbefallsanzeigen. Die Ortsgerichte unterstützen die Justizbehörden bei Nachlassangelegenheiten. So werden zum Beispiel in allen Todesfällen dem Amtsgericht Sterbefallsanzeigen erstattet, die unter anderem Angaben über die gesetzlichen Erben, den Nachlass und das Vorhandensein letztwilliger Verfügungen enthalten. Diese Angaben holt der Ortsgerichtsvorsteher bei einem der Angehörigen des Verstorbenen ein. Er ist per Dienstanweisung gehalten, die Sterbefallsanzeige unverzüglich aufzunehmen. Bitte haben Sie daher Verständnis, wenn das Ortsgericht in einer solchen Sache an Sie herantritt. Sie gewährleisten zum Beispiel, dass die Berichtigung des Grundbuchs und anderer öffentlicher Register eingeleitet wird – und dass in Privatbesitz befindliche Testamente unverzüglich zur Eröffnung an das Nachlassgericht abgeliefert werden.
  • Schätzung von Immobilien. Dies erfolgt meist dann, wenn z.B. der Verkauf einer Immobilie ansteht oder wenn es um Erbansprüche geht. Dann kann das Ortsgericht beauftragt werden, den Verkehrswert der Immobilie zu ermitteln. Das Ortsgericht stellt ihnen nach Besichtigung eine Schätzungsurkunde mit Baubeschreibung und dem Schätzbetrag aus. Der Antrag auf Vornahme einer Schätzung kann vom Eigentümer, Miteigentümer oder denjenigen Personen, die ein sonstiges Recht an dem zu schätzenden Objekt haben, gestellt werden. Ein Kaufinteressent hat jedoch kein Antragsrecht.
  • Mitwirkung bei der Feststellung von Grundstücksgrenzen;
  • Sicherung von Nachlässen;
  • Keine Rechtsberatung: Zur Rechtsberatung ist das Ortsgericht nicht befugt.